Für die helle Seite der Macht! Die Rebel Legion

star wars fan club

Viele kennen die 501st Garnison, die imperialen Sturmtruppen auf Messen und Fantreffen. Doch Moment mal, Sturmtruppen, Vader, Kopfgeldjäger? Wo sind da die Rebellen? Wo sind die Jedi? Gibt es sogar in der realen Welt nicht gutes mehr?

Doch gibt es! Für beide Seiten könnt ihr ein Zuhause bei den Star Wars Fans Dortmund finden. Für alle die sich nur der guten Seite der Macht verschrieben haben gibt es noch, die „Order of the Force“ und die German Base Yavin, die Rebel Legio, welche ich euch heute Vorstellen möchte. Für diese Vorstellung habe ich deshalb mit dem Base Commanding Officer Karsten Graef gesprochen.

Redaktion: Hallo Karsten. Magst du unseren Lesern einmal kurz beschreiben, was es mit der Rebel Legion auf sich hat?
Karsten: Die Rebel Legion ist ein internationaler, weltweit vertretener Star Wars Kostüm- Fanverein für Kostümträger der Hellen Seite. Es gibt die Rebel Legion bzw. deren Untergruppen auf allen Kontinenten außer der Antarktis und Afrika. So sogar auf Hawaii, Monaco, Hong Kong oder in Alaska. Die Rebel Legion ist sozusagen der Dachverband und jedes Land, in den USA jeder Bundesstaat, hat seine eigene Gruppe. Eine Base, ab 50 Mitgliedern, oder ein Outpost, eben unter 50 Mitgliedern. Die German Base Yavin repräsentiert die deutsche Gruppe der Rebel Legion und zählt derzeit 87 Mitglieder (Stand: 31.07.2016) Bei uns findet man die Guten und Helden aus Star Wars, wie z. B. die Rebellen Piloten und Rebellen Soldaten, Jedi, Luke Skywalker, Han Solo, Padme Amidala, Chewbacca oder auch Rey. Die Rebel Legion gehört zu den drei von Lucasfilm anerkannten Fanorganisationen und wird von Lucasfilm und/ oder Disney unterstützt.
Redaktion: Das Star Wars auf der ganzen Welt Menschen begeistert ist nichts neues, dass heißt aber noch lange nicht das sich alle Fans auch in ein authentisches Kostüm werfen und damit auf eine Convention gehen. Warum habt ihr euch besonders der Guten Seite der Macht verschrieben? Schließlich ist die 501. in Deutschland ja sehr groß. Hätte man sich hier nicht zu einem großen Star Wars Verein zusammenschließen können, der beide Seiten verbindet?
Karsten: Nun, ich kann natürlich nicht für Alle sprechen, doch ich denke, dass die meisten von uns von der Individualität

Karsten-Graef
Karsten Graef

der Kostüme/ Charaktere fasziniert sind. Zumindest geht es mir so. Die Stormtrooper erscheinen z. B. anonym, namenlos und ohne Gesicht. Die Rebellen stellen meist einen eigenen Charakter dar, die Kostüme sind zum Teil einzigartig, so z. B. die verschiedenen Jedi oder die Kleider der Hoheiten, Padme und Leia. Es ist auch  interessanter „aus der Reihe zu tanzen“, zu „rebellieren“ und nicht in der Uniformität, der Anonymität zu verschwinden. Und es macht auch einfach nur Spass! Wir haben auch viele Mitglieder, die in beiden Vereinen sind, der Rebel Legion German Base Yavin und der 501. Legion German Garrison. Ein großer Star Wars Verein, hmm… Die Ursachen hierfür liegen in der Gründung. Die 501. Legion wurde ca. in den 90er Jahren in den USA gegründet. Es gab viele Kostümträger, die in Kostümen der Hellen Seite auftreten wollten, daher schlossen sich diese zusammen und etwa Mitte 1999 trat die Rebel Legion erstmals öffentlich auf. Es gibt eine gute Kooperation zwischen der Rebel Legion und der 501.Legion, viele Events werden gemeinsam durchgeführt.

Redaktion: Das klassische Vereinsleben z.B. in einem Fußballverein sieht so aus: Man bezahlt einen monatlichen oder jährlichen Vereinsbeitrag, bekommt für Fußballspiele ein Trikot, trainiert wöchentlich zusammen, nimmt an Turnieren teil und fährt ab und zu auf Mannschaftsfahrt. Wie sieht das Vereins-/Clubleben bei euch aus?
Karsten: Die Rebel Legion fußt auf drei gleichwertigen Grundpfeilern: community, costuming und charity. Die Gemeinschaft (community), welche zum einen durch das „Treffen “ im Internet auf verschiedenen Plattformen durchgeführt wird, wo gemeinsame Veranstaltungen geplant werden und/ oder es einen Austausch zu verschiedenen Themen gibt. Zum anderen gibt es natürlich auch die persönlichen Treffen bei den Events, auf Conventions (z. B. Celebration Europe London 2016 oder bei der Docon 13.08.- 14.08.2016 in Dortmund) oder bei Science- Fiction Tagen (z. B. Technikmuseum in Speyer 24.09.- 25.09.2016). Hierbei soll auch immer ein wohltätiger Aspekt (charity) im Vordergrund stehen, d. h. wir sammeln oder helfen beim Sammeln von Spenden für einen caritativen Zweck, z. B, für ein Kinderhospiz, die Deutsche Knochenmarkspenderdatei oder ein Kinderkrankenhaus. Das Kostümieren (costuming) ist auch eine wichtige Säule, so wird dieser Bereich immer vorangetrieben. Die Kostüme oder Kostüm Standards werden stetig verbessert, um die Kostüme möglichst zu perfektionieren und filmgetreu zu gestalten. Einen Mitgliedsbeitrag gibt es bei uns, es beruht alles auf Freiwilligkeit, Zeit und Lust der Mitglieder. Also, wie diese Zeit, Lust und/ oder auch finanzielle Mittel haben, Kostüme zu bauen oder an Events teilzunehmen, da diese Kosten in der Regel selbst getragen werden müssen. Wir erhalten keinen Lohn, bzw. die Freude der Besucher bei Veranstaltungen ist eine sehr schöne Resonanz. Die Mitglieder haben auch die Möglichkeit, sich Kleidungsstücke mit dem Logo des Vereins anfertigen zu lassen (auf eigene Kosten), was das Zusammengehörigkeitsgefühl und/ oder den Wiedererkennungswert sicherlich steigert.
Redaktion: Helft ihr interessierten Mitgliedern in spe Kostüme anzufertigen?
Karsten: Natürlich helfen wir gerne Interessierten. Es gibt die Möglichkeit mit uns über die Homepage oder andere Medien (werden am Ende angegeben) in Kontakt zu treten und Fragen stellen zu können. Man kann auch erstmal „nur“ ein Forenmitglied werden und hier schon mal bei uns „reinschnuppern“. Es gibt von der Rebel Legion spezielle Standards (auf Englisch) für jedes Kostüm. Diese geben ein gute Richtlinie zur Erstellen des Kostüms. Wir stehen bei Anfragen gerne mit Tipps und Tricks zur Seite, z. B. wo bekomme ich die richtigen Stiefel für ein Rebel Fleet Trooper Kostüm, wie kann ich meine Jedi Robe selbst nähen usw.
Redaktion: Gibt es bei euch besondere Aufnahmekriterien, um aufgenommen zu werden?
Karsten: Ja, man muss 18. Jahr alt sein, um Mitglied werden zu können. Kinder von Mitgliedern können gerne an Events, wenn sie ein Kostüm haben, teilnehmen und mitwirken. Ein weiteres Kriterium ist, dass man mindestens ein zugelassenes Kostüm haben muss. D. h. wenn man ein Kostüm fertig gestellt hat, dann muss man Fotos von allen Seiten per Internet über das Anmeldeformular einreichen und diese werden dann durch eine Jury, welche aus Mitgliedern aus aller Welt bestehen kann, geprüft. Dann gibt es die Zulassung oder mit Verbesserungsvorschläge. Nach erfolgreicher Prüfung wird man als Vollmitglieder aufgenommen und darf offiziell an den Veranstaltungen der Rebel Legion German Base Yavin teilnehmen.



 
Redaktion: Trefft ihr schon mal auf die 501. und bricht dann gleich der nächste intergalaktische Krieg aus?
Karsten: Nein, es gibt natürlich kleine „Frotzeleien“. Doch es besteht ein friedliches Miteinander und meist nehmen ja beide Gruppen oder auch andere Gruppen gemeinsam an Events teil. Im Sinne der Wohltätigkeit gibt es dann eine Einheit und der „galaktische Frieden“ ist gewahrt oder es gibt einen Waffenstillstand (grins).
Redaktion: Habt ihr auch aktiv Kontakt zu anderen Star Wars Gruppen?
Karsten: Ja, es gibt eine große Star Wars Familie. Wie ja schon gesagt, es gibt Kontakte zur German Garrison, zu anderen Gruppen der Rebel Legion, zur Order of the Force (Jedi Fangruppe), zu Parvis meets Mara („Kostüme ohne Grenzen“), Star Wars Fans Dortmund, Mandalorian Mercs und der Beskar Schmiede (beide Kopfgeldjäger Gruppen) usw. Man trifft sich immer wieder bei Events und/ oder lädt sich zu Events ein.
Redaktion: Gibt es so was wie ein Haupttreffen von euch? Wo seit ihr am stärksten vertreten?
Karsten: Unser Haupttreffen oder Jahrestreffen fand bisher immer im Taunus Wunderland in Schlangenbad statt. In den letzten Jahren hatten wir mit der Stiftung Bärenherz Wiesbaden einen sehr guten Charity Partner. Es gab eine Rallye für Kinder, bei welcher diese schöne Preise gewinnen konnten. Außerdem hatten wir immer einen Infostand, haben für Fotos zur Verfügung gestanden und es gab auch immer eine tolle Parade mit allen Kostümierten durch den Park. Die Mitglieder sind deutschlandweit verteilt, wobei sich der überwiegende Teil in Westdeutschland befindet. Schwerpunkte finden sich in Bayern/ Baden- Württemberg und Nordrhein- Westfalen.
Redaktion: Was ist das durchschnittliche Alter eurer Mitglieder?
Karsten: Hmm, schwer zu sagen. Wir haben sehr junge Mitglieder, Anfang 20, und auch ein paar erfahrenere Mitte bis Ende 40. Ich schätze mal so etwa 30 Jahre müsste der Durchschnitt sein.
rebel-region-deutschland
Redaktion: Was gefällt dir an der Rebel Legion besonders gut und was nicht?
Karsten: Ich finde die Gemeinschaft sehr schön, dass man mit Gleichgesinnten seinem Hobby nachgehen kann, mit diesen eine tolle Zeit verbringen kann. Ebenso finde ich es sehr gut, dass wir mit unserem Hobby auch etwas Gutes tun können, man kommt mit fremden Menschen in Kontakt, erfährt sehr positive Rückmeldungen, freudige/ lachende Kinder und/ oder Erwachsene und man kann sein Hobby auch nutzen, um einem wohltätigen Zweck dienen zu können. Nicht gut, gefällt mir nicht viel. Es kommt natürlich immer mal wieder zu Konflikten oder Auseinandersetzungen, was ein Stück weit normal ist und was man als Commanding Officer („Vereinsvorsitzender“) natürlich auch ein Stück weit aushalten muss. Doch ich arbeite lieber konstruktiv mit den anderen Mitgliedern an positiven Dingen zusammen, anstatt mich mit diesen zu streiten.
Redaktion: Gibt es für dich ein Traum Star Wars Kostüm was du schon immer machen wolltest?
Karsten: Ja, diese habe ich schon. Ich bin ein großer Luke Skywalker Fan und habe immer sein Kostüm aus Episode VI (das schwarze Jedi Kostüm) bewundert. Dieses habe ich nun seit ca. 3 Jahren. Natürlich gibt es da auch immer etwas zu verbessern. Als Kostümbauer ist man nie ganz zufrieden und findet immer das eine oder andere, was man noch verändern will.
Redaktion: Wie findest du den ersten Star Wars Film von Disney?
Karsten: Ich finde den sehr gut. Habe den inzwischen schon ca. 10 x gesehen, so z. B. jeweils beim Hin- und Rückflug beim diesjährigen Urlaub im Mai. Die Charaktere sind sehr interessant, ich finde die Verknüpfung zwischen Episode VI und VII auch sehr gut gelungen. Ich freue mich auf mehr!!!
Redaktion: Wenn du Einfluss auf die nächsten beiden Star Wars Filme hättest, was würdest du gerne sehen?
Karsten: Ich würde gerne ein paar Flashbacks sehen, die die Zeit zwischen Episode VI und VII näher beleuchten. Ebenso würde ich gerne „die Rückkehr der Jedi Ritter“ (wieder) sehen, hoffe, dass Luke und Rey das schaffen. Ich würde auch gerne Yoda wieder sehen, ist mein Lieblings-Alien und mit Luke mein Lieblingscharakter.
Redaktion: Hast du einen Schlusssatz für die Leser? Vielleicht eine Lieblings- Zitat oder Gruß?
Karsten: „Deinen Verstand kennen Du musst, aber Deinem Herzen gehorchen Du sollst.“ (Meister Yoda)

Deine neue Heimat die die Rebel Legion

Sollte dich Karsten auch von seiner Begeisterung für Star Wars und die Rebel Region begeistert haben. Schaut doch mal auf die Internetseite, folgt ihnen bei Facebook oder noch besser geht zu einer der vielen Conventions in Deutschland.

Über Colt Cosplay

Mein Name ist Sebastian Mark. Ich bin Webentwickler, Otaku und langjähriger Blogger. Seit Ende 2013 schreibe ich hier regelmäßig über meine Erfahrungen auf Cosplay Conventions und gebe Tipps zum Thema Cosplay. Inzwischen hat mich die Cosplay Welt so begeistert, dass ich mir unter dem Pseudonym Colt Cosplay eine eigene Cosplayer Seite bei Facebook eingerichtet habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.