Inu’s Dream Cosplay

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Interview mit Inu Chan einer begeisterten Cosplayerin die weiß was sie will und dabei noch tolle Cosplay Tipps für euch parat hat. Lasst euch von Inu Chan und ihrem Hobby dem Cosplay begeistern!

Redaktion:

Stell dich doch mal unseren deutschsprachigen Lesern vor. Wer bist du und was machst du so?

Inu: inus-dream-cosplayHallo zusammen, ich bin die Inu Chan, werde bald 28 und seit 2001/2002 aktive Cosplayerin.

Ich backe gerne habe mir das Nähen selber beigebracht und ich gebe auch Workshops und Schulkurse, wenn ich mal nicht an der „Nadel hänge“ verreise ich viel und gerne in warme EU Länder oder in die USA.

Redaktion:

Wie bist du eigentlich genau zum Cosplay gekommen?

Inu: Ich bin durch eine Freundin dazu gekommen, die einige Jahre älter war als ich. Sie besaß die „AnimaniA“ und dort wurde davon berichtet. Nach vielem Gezeter durfte ich dann endlich mit zur Ani und war sofort verliebt. Mein erstes Cos musste meine Oma noch machen, und als ich sie ein Jahr später nicht wieder zum Nähen überreden wollte, habe ich es selbst versucht und so ging es los. Allgemein war ich aber immer schon handwerklich nicht unbegabt, so fiel mir das nicht so schwer. Mein erstes komplett alleine gemachtes cos war übrigens aus Kopfkissenbezügen, weil die Farbe perfekt war.
Redaktion:

Du hast gerade erwähnt deine Freundin besitzt die „AnimaniaA“. Was ist das und wieso viel Gezeter?

Inu: Die „AnimaniA“ ist eine große Anime und Mangazeitung und damals auch die Einzige in Deutschland. Sie haben auch die Animagic (Konvention) ins Leben gerufen. Gezeter deswegen weil aus Sicht meiner Eltern Anime und Manga ja nur „Kinderschei***“ ist und ich meine Zeit verschwende. Darüber hinaus war ich grade mal 15 und gut behütet groß geworden, da gehört viel Überredungskraft dazu seine Tochter alleine nach Koblenz fahren zu lassen.
Redaktion:

Hast du einen Schlachtplan für jemanden der in einer ähnlichen Situation ist wir du damals und nicht weiß, wie er seine Eltern überreden soll?

Inu: Durchhalten und immer wieder versuchen. Ansonsten versucht es euch zu verdienen, um einen Deal aushandeln zu können „Noch 2 gute Noten in Mathe und ich darf zur Con“. Allerdings habt auch Verständnis für eure Eltern, sie können sich nicht in euch hinein versetzen und verstehen euch nicht immer. Sie versuchen euch nur zu schützen.
Redaktion:

Okay danke für den Tipp, einige von unseren Lesern werden ihn bestimmt gut gebrauchen können. Wie stehen den deine Eltern heute zu deinem Hobby und wie haben deine Freunde und Arbeitskollegen darauf reagiert, als sie gehört haben, was du machst?

Inu: Meine Eltern haben sich damit arrangiert und finden es jetzt gut. Sie haben erkannt, wie viel es mir bedeutet und wie viel Herzblut ich hineinstecke. Als ich noch zur Schule gegangen bin, habe ich leider viel in Animewelten „gelebt“ und ich hab mir die eine oder andere berufliche Chance verbaut, da gab es natürlich Stress und das bereue ich heute zum Teil sehr! Meine Arbeitskollegen wissen nur teilweise, was ich tue, aber die es wissen finden es okay. Sie können halt nicht viel damit Anfangen, aber sie bewundern meine Kostüme
Redaktion:

Oh das ist nicht schön zu hören. Was würdest du jemanden raten, der ähnlich in der „Animewelt klebt“ und sich gerade erschrocken wieder erkennt?

Inu: Das kommt natürlich immer auf die einzelne Person an, aber vergesst euer (sozial) leben außerhalb des Otaku Daseins nicht. Irgendwann habt ihr vielleicht nicht mehr so viel Interesse und dann habt ihr den Anschluss verloren. Man kann beides haben! Und glaubt mir, eurer Interesse wird abnehmen oder sich verändern, auch wenn ihr mir das im Moment nicht glaubt (hätte ich von mir auch nicht gedacht).
Redaktion:

Was macht für dich den Reiz am Cosplay aus? Oder anders. Was macht dir gerade daran Spaß?

Inu: Ich liebe es in andere Rollen zu schlüpfen und endlich mal Kleider tragen zu können, die man sonst höchstens auf seiner Hochzeit tragen kann. Sich abheben von der grauen Masse und Farben und verrückte Ideen zulassen. Kreativität und die liebe zum „Schwachsinn“ und verrückt sein dürfen, egal wie alt man ist. Vor allem wenn ich Cosplays trage, kommt in mir das Kind wieder zum Vorschein.
Redaktion:

Kann man dich dieses Jahr auch irgendwo live auf einer Cosplay Convention, Buchmesse oder Ähnlichem antreffen?

Inu: Das hängt noch ein bisschen von meinem Auslandspraktikum (USA) ab aber geplant sind: Hanami vielleicht FedCon, Dokomi, Animagic, Connichi, RingCon, niCon und FBM.
Redaktion:

Gibt es ein Kostüm, auf das du Moment besonders Stolz bist und warum?

Inu: Uffff da muss ich echt überlegen, denn es gibt an jedem cos teile auf die ich stolz bin. Vor allem dann wenn ich eigentlich versucht habe es gut hinzubekommen und es dann endlich so klappt, wie ich mir das vorstelle. Also an meinen fertigen Cosplays liebe ich mein Tsubasa Reservoir Chronicle Cosplay aus 2009. Es gibt nur ein Kapitel/Artbook bild und ich habe es etwas eigen interpretiert, aber ich liebe es. Ich finde, man darf such die eigene „Handschrift“ in einem cos erkennen, es ist viel spannender als einfach etwas stumpf zu kopieren. Außerdem bin ich auch jetzt schon stolz auf meine neuen Projekte, die aber noch in Arbeit sind, wie z.B. Elsa aus Frozen, Glinda aus dem Musical Wicked und Regina aus Once Upon a Time.
Redaktion:

Du bist ja im Moment fleißig Diademe aus dem Sailor Moon Universum am Basteln und bietest sie sogar bei DaWanda zum verkauf an. Kannst du uns was darüber erzählen?

Inu: sailor-moon-torte-inus-dream-cosplayIch bin großer Sailor Moon Fan seit der ersten folge damals auf dem ZDF (!) und bin seither dabei geblieben. Durch Sailor Moon und die Cosplayszene bin ich 05/06 auch zur Showgruppe „Yume“ gekommen, die sich nur mir Sailor Moon beschäftigt.

Ich hab dann auch für mich Fukus (Kampfoutfits) genäht und brauchte natürlich passenden Stirnschmuck. Nach ein bisschen tüfteln und Bühnenproben ging ich erst in die Yume Massenproduktuon und nun auch so für Cosplayer, die meine Tiaras mögen ^.^

Redaktion:

Wenn jemand ein ähnlich kreatives Talent wie du hat. Würdest du ihm dann raten auch Sachen bei DaWanda zu verkaufen? Lohnt sich das überhaupt?

Inu: Wenn man es intensiv betreiben will, why not. Ich habe im Moment nur die Tiaras im Shop, weil es wirklich ein großer Zeitfresser ist und man sich auch sehr intensiv mit seinem Shop beschäftigen muss.
Redaktion:

Wo kann man dich überall im Netz finden?

Inu: Ich baue mir grade eine kleine Facebook Seite auf. Ihr findet mich unter www.facebook.com/inusdreamcosplay. Ich bin da aber noch im Aufbau 😉
Redaktion:

So jetzt brauchen wir noch ein schönes Schluss Wort. Führe folgenden Satz zu ende: Cosplay bedeutet für mich…

Inu: …das Kind und den Träumer in mir am Leben zu halten und stark genug für die Realität zu sein.

Möchtet Ihr noch mehr über Inu Chan und ihr Hobby erfahren?

Dann besucht sie doch mal auf Ihrer Facebook Seite, im DaWanda Shop, lauft ihr auf einem der kommenden Events über den Weg oder lasst euch noch von ein paar Bildern und ihrem Hobby inspirieren.

Facebook-Seite: www.facebook.com/inusdreamcosplay
DaWanda-Shop: www.dawanda.de
kommende Events: www.cosfans.de/veranstaltungen/

 

Über Colt Cosplay

Mein Name ist Sebastian Mark. Ich bin Webentwickler, Otaku und langjähriger Blogger. Seit Ende 2013 schreibe ich hier regelmäßig über meine Erfahrungen auf Cosplay Conventions und gebe Tipps zum Thema Cosplay. Inzwischen hat mich die Cosplay Welt so begeistert, dass ich mir unter dem Pseudonym Colt Cosplay eine eigene Cosplayer Seite bei Facebook eingerichtet habe.

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